Brights Marburg

Always look on the bright side of life

Selbstverständnis

Die Brights Marburg sind ein lockerer Zusammenschluss von Personen mit humanistischer Weltanschauung. Als Individualisten haben wir bislang keine starren Strukturen, also keinen eingetragenen Verein mit Vorsitzenden und Beitragszahlungen.

Wir haben einen festen monatlichen Treffpunkt. Dieser findet (in der Regel!) am dritten Montag im Monat um 20 Uhr im Kalimera (unweit der Uni-Mensa) statt. Weitere mögliche Aktionen finden auf freiwilliger Basis in persönlichen Verabredungen statt. Es gibt E-Mails sowie telefonische Benachrichtigungen für diejenigen unter uns, die ohne Internet auskommen.

Als Teil der weltweiten Brights-Bewegung haben wir allesamt ein naturalistisches Weltbild, das gänzlich ohne Religion oder Esoterik auskommt. Wir suchen den gegenseitigen Gedankenausstausch durch Diskussionen, Vorträge, Aktionen und gemeinsame Projekte wie diese Website.

Um uns nicht “ex negativo” zu definieren, wie das früher von Atheisten als Abwehr gegen die unsinnige und lästige Dominanz der Theisten (Religiösen) vertreten wurde, wählten wir einen neuen positiven Namen, die “Brights”. Das Substantiv werde bitte nicht in unangemessener Interpretation verwechselt mit dem englischen Adjektiv “bright”, das “helle. aufgeweckt, intelligent” bedeutet. Wir halten uns keineswegs für die einzig Intelligenten.

Nur treten wir dafür ein, dass kein Pontifex, kein Staat und keine Weltanschauungs-Gemeinschaft eine unhinterfragbare “absolute Wahrheit” für sich beanspruchen darf. Wir sind für Koexistenz und Pluralismus und Toleranz auf Gegenseitigkeit. Wir sind nicht prinzipiell für Toleranz gegenüber Intoleranten. Mehrheitlich sind wir gegen Fundamentalismus, Unmündigkeit, Esoterik, Heuchler und Missionierer.

Wir wollen nicht dauernd schimpfen und ankämpfen gegen die sogenannten “Gläubigen”, vielmehr selbstbewußt eigene Wege gehen, und dabei ganz ohne das in unseren Augen unsinnige Konstrukt “Gott” auskommen. Wir brauchen unseren Erachtens in dieser Welt nicht die religiösen “Trostpflaster gegen trostlose Verhältnisse” sondern humane, aufgeklärte Umgestaltung unserer Lebenswelt.

Angestrebt wird, dass “gottlos glücklich” lebende Personen wie wir, das sind rund ein Drittel der Bervölkerung Deutschlands, angemessener in der öffentlichen Wahrnehmung von Staat und Medien vorkommen. Das heißt z.B. Vertretung in Rundfunkräten, Medien-Programmschemata, Beiräten und öffentlicher Meinungsbildung.

Das real existierende Unterlaufen der Trennung von Staat und Kirche durch Privilegien und die Subventionierung von Religionsvertretern (Bischofs-Gehälter etc.) möchten wir zurückdrängen. Wenn z.B. “kirchliche” Kindergärten wie hierzulande üblich zu 95 Prozent aus Steuern finanziert werden, dann müssen diese auch weltanschaulich neutral sein und bleiben. Das gebietet die Fairness und die Gerechtigkeit aus dem Blick der Aufklärung und des Humanismus.

Wir bestreiten entschieden, dass ohne (christliche) Religion keine Moral des Zusammenlebens möglich sei, wie es von religiösen Eiferern öfter vertreten wird. Zuletzt trat der peinliche Augsburger Bischof Walter Mixa in seiner Osterpredigt 2009 mit solcher These vor. “Eine Gesellschaft ohne Gott ist die Hölle auf Erden.” Solche verbal gewalttätige, bigotte Moral nennen wir verantwortungslos und verwerflich.

Diese Überlegungen beanspruchen nicht, von jedem “Bright” ganz genauso gesehen zu werden. Wir proklamieren keine Doktrinen im Sinne von “Glaubenssätzen”, die für alle verbindlich gleich aussehen. Wir sind kein Polit-Club, keine Missionare, keine (Un-)Gläubigen, haben keine Herdentier-Mentalität sondern betonen Individualität, aufgeklärte Sichtweisen und humanistischen Umgang miteinander.

Diese Webpräsenz, auf der Sie gerade lesen, ist nicht repräsentativ sondern einer der Wege, uns nach außen zu vermitteln. Es handelt sich um einen Blog. Auf diesem findet man subjektive Stellungnahmen zu Ereignissen, Berichte und Kommentare, Kolumnen und Satire, Buchkritiken und Veranstaltungstipps.

Ein Kommentar zu “Selbstverständnis”

  1. Nina-online sagt:

    was ich suchte, danke

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